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Zyklus-Wechseljahre

Der weibliche Zyklus oder
„Immer wieder NEU“

Nach der Pubertät haben sich die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale und Organe ausgebildet und vor allem die monatliche Menstruationsblutung (Monatsblutung) signalisiert den bis zur Menopause (Wechseljahre) anhaltenden Rhythmus des immer wieder NEUEN.
Hervorgerufen und gesteuert wird der Zyklus von Hormonen.
Steuerhormone im Gehirn (GnRH, FSH + LH) wirken auf die im Eierstock produzierten Hormone, die nach Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale die regelmäßige Monatsblutung bewirken und auslösen.

Hormone stehen in einem engen Zusammenhang mit psychischem Erleben und vegetativen Phänomenen. Schlaf, Stimmung, Ruhe, Unruhe, Nervosität, Gereizt sein, Appetit, Wohlbefinden werden von den Hormonen beeinflusst.
Stress und psychische Probleme sowie Krisen können den weiblichen Zyklus auch negativ beeinflussen und stören.
Es treten Zyklusunregelmäßigkeiten auf, die zu schwache, zu starke Blutungen oder auch zu seltene oder ausbleibende Blutungen beinhalten können.

Hormone und Psyche
Hormone sind körpereigene, von Drüsen mit innerer Sekretion gebildete und ins
Blut abgegebene Wirkstoffe, die biochemisch-physiologische Abläufe steuern und koordinieren.
Das Hormonsystem (endokrines System) steht in enger Beziehung zum Nervensystem
Östrogene haben einen aktivierenden Einfluss auf das zentrale Nervensystem, sie verstärken die synaptische Vernetzung und steigern die Erregbarkeit der Neuronen.
Progesterone antagonisieren (wirken dagegen) die Östrogenwirkung auf unterschiedlichen Ebenen.
Bei der Entstehung depressiver Verstimmungen spielt u.a. das Serotoninsystem
eine bedeutende Rolle. Es wird angenommen, dass die antidepressive Wirkung
der Östrogene über eine Verstärkung der Serotoninaktivität zustande kommt.

Hormonschwankungen an sich bewirken dabei physiologische Vorgänge, also ganz gesunde Abläufe und Funktionen des Körpers und der psychischen Reaktionen darauf.
Wie stark eine Frau diese Schwankungen erlebt und mitunter als störend empfindet,
ist individuell verschieden und kann für alle Arten von Hormonschwankungen Auswirkungen haben:

Innerhalb des monatlichen Zyklus / Menstruation:
Prämenstruelles Syndrom PMS: Stimmungsschwankungen ca. eine Woche
vor Beginn der Periode, körperliche Beschwerden wie Brustspannen,
Unwohlsein, ziehende Rückenschmerzen.

Nach der Entbindung im Wochenbett und im ersten Lebensjahr des Kindes:
Baby Blues Tage kurz nach der Entbindung als völlig normale Reaktion.
Mögliche Wochenbettdepression im Verlaufe des ganzen ersten Jahres nach der Geburt.
Psychisch evtl. belastende Anpassung an das Aussetzen und/oder Wiederaufnehmen der beruflichen Tätigkeit

Nach der Menopause in den Wechseljahren
Vegetative Beschwerden, Hitzewallung, Schlafstörung,
Depressive Verstimmung oder Entwicklung einer Depression


Es besteht neurobiologisch neuroendokrinologisch ein Zusammenhang zwischen Östrogen (weibliches Sexualhormon) und Serotonin, ein Botenstoff im Gehirn, der eine wichtige Funktion für die Stimmung und den Antrieb hat und mit depressiver Verstimmung oder sogar Depression neben so genannten anderen Neurotransmittern (Botenstoffen) eine wesentliche Rolle spielt. Ein Mangel an Östrogen hat Auswirkungen auf das Serotonin und auf die Wirkorte, so genannte Rezeptoren.

In persönlichen Gesprächen und Sitzungen analysieren und klären wir Ihre individuellen psychosomatisch normalen, nicht krankhaften oder auch krankhaften Beschwerden und Zusammenhänge zu diesem Themenkreis.